Lesung mit Ulrich Schaffer (21.05.2011)
Nach dem Weltreisevortrag mit Edeltraud Wachtler und dem Konzert mit der Musikband "timeless" haben wir nun noch zur Lesung mit Ulrich Schaffer eingeladen. Er hat nicht nur im Ausland einen großen Leserkreis, sondern auch in ganz Deutschland. Das zeigte sich wieder bei der diesjährigen Lesereise des bekannten Schriftstellers und Fotografen. Über 200 Publikationen in einer Auflage von mehr als fünf Millionen Exemplaren sind von ihm in den letzten Jahrzehnten erschienen. Auf seiner „Tour 2011“, die ihn sogar bis nach Salzburg führte, findet er überall ein interessiertes Publikum und gut gefüllte Räumlichkeiten vor. Freundschaftliche Beziehungen zu einigen Personen aus unserer Gemeinde bringen ihn dieses Mal auch nach Möckmühl. Manche reisen von weit her, um Schaffer zu hören. Er wirkt sehr sympathisch und auf eine entspannte Weise seinen Zuhörern zugewandt. „Der Schriftsteller und Fotograf beschäftigt sich vor allem mit den Grunderfahrungen des Menschseins - dem Suchen, Wagen, Staunen, Träumen, Feiern und Lieben - aber auch dem Warten, Leiden und Hoffen...“ so schreibt Redakteurin Cordula Dürr später in ihrem Zeitungsartikel, den sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat: ...Schaffer möchte seinen Lesern vermitteln, wie sie lebendiger leben und die Welt um sich herum feiern können. Er lebt in Kanada und kommt einmal im Jahr nach Deutschland um Lesungen zu halten und Kurse zu geben. Das Thema des Abends lautete „Aufrecht gehen“ und gleich der erste Beitrag - ein Text aus dem „Handbuch für Mutige“ - nahm die Zuhörer in die Pflicht. Er fordert auf, die innere Haltung zu verändern und sich selbstbewusst als Teil Gottes zu betrachten. Weitere Texte trugen die Titel „Du bist ein leidenschaftliches Ereignis“, Weil du einmalig bist“, „ Wie tief glaubst du an deine Würde“ oder „ die 59 Grundrechte der Würde des Menschen“. Für Schaffer hat der Mensch die Fähigkeit und die Freiheit, Sachverhalte und Zustände zu bewerten, aber er darf sich durch sie nicht bestimmen lassen. Die eigene Einschätzung erfordert einen Rückzug in die Einsamkeit, ein Öffnen nach Innen in den so genannten „Heiligen Raum“, wie Schaffer es bezeichnete. „Wenn es um unser Seelenheil geht, können wir keine Kompromisse machen, da ist Entschiedenheit gefordert“ sagte er, und dass bedingt auch, dass man den Mut hat Nein zu sagen, ein befreiendes Wort, wie der Autor findet. Gleichzeitig ist das Nein - sagen für ihn aber auch ein Recht. Denn nur wer sich dessen bewusst ist, dass er ablehnen darf, dass er ein Recht darauf hat, wach zu sein, zu lieben und zu enttäuschen, kann aufrecht durchs Leben gehen. Im Gegensatz dazu steht, wie Schaffer aufzeigte, die Unzufriedenheit, die aus einer Fremdbestimmung resultiert und oft Ausdruck der Verwöhnung unserer Gesellschaft ist. In vielen Gedanken des Autors, gelesen oder auch frei vorgetragen, konnten sich die Zuhörer wieder finden. Das zeigte auch die anschließende Diskussion und das Interesse an den ausgelegten Bild -und Textbänden sowie Postern, die Schaffer mit sehr individuellen Widmungen signierte... Pastor Peter Scheffler-Kroeker, der den besonderen Künstler schon zu Beginn mit persönlichen Worten begrüßt hat, überreicht am Ende ein Gemeindegeschenk als Dankeschön. Und er bringt die Bereicherung wie auch die Horizonterweiterung zum Ausdruck, die nicht nur er schon in vielfältiger Weise durch seine Bücher erleben konnte.
Info zu seiner Person: Ulrich Schaffer wurde 1942 in Pommern geboren und wanderte als 12-Jähriger mit seiner Familie nach Kanada aus. Er studierte in Vancouver und Hamburg Anglistik und Germanistik und arbeitete anschließend als Dozent für europäische Literatur an einem kanadischen College. Seit 1981 ist Schaffer freischaffender Schriftsteller, Lyriker und Fotograf. Als Schirmherr der Arbeitsgemeinschaft Christliche Onlineberatung veröffentlicht er seit 2001 Texte und Lyrik in einem Impulsebereich sowie im Kinderbereich des Internetangebotes. Weitere Infos + Fotogalerien: www.ulrich-schaffer.com Lesung mit Ulrich Schaffer am 21. Mai 2011
Terminlich hatte es sich in unserer Gemeinde so gefügt, dass sich „3 Frühjahrs-Events“ entwickelt haben. Nach dem Weltreisevortrag mit Edeltraud Wachtler und dem Konzert mit der Musikband "timeless" haben wir nun noch zur Lesung mit Ulrich Schaffer eingeladen. Er hat nicht nur im Ausland einen großen Leserkreis, sondern auch in ganz Deutschland. Das zeigte sich wieder bei der diesjährigen Lesereise des bekannten Schriftstellers und Fotografen. Über 200 Publikationen in einer Auflage von mehr als fünf Millionen Exemplaren sind von ihm in den letzten Jahrzehnten erschienen. Auf seiner „Tour 2011“, die ihn sogar bis nach Salzburg führte, findet er überall ein interessiertes Publikum und gut gefüllte Räumlichkeiten vor. Freundschaftliche Beziehungen zu einigen Personen aus unserer Gemeinde bringen ihn dieses Mal auch nach Möckmühl. Manche reisen von weit her, um Schaffer zu hören. Er wirkt sehr sympathisch und auf eine entspannte Weise seinen Zuhörern zugewandt.
„Der Schriftsteller und Fotograf beschäftigt sich vor allem mit den Grunderfahrungen des Menschseins - dem Suchen, Wagen, Staunen, Träumen, Feiern und Lieben - aber auch dem Warten, Leiden und Hoffen...“ so schreibt Redakteurin Cordula Dürr später in ihrem Zeitungsartikel, den sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat: Info zu seiner Person: Ulrich Schaffer wurde 1942 in Pommern geboren und wanderte als 12-Jähriger mit seiner Familie nach Kanada aus. Er studierte in Vancouver und Hamburg Anglistik und Germanistik und arbeitete anschließend als Dozent für europäische Literatur an einem kanadischen College. Seit 1981 ist Schaffer freischaffender Schriftsteller, Lyriker und Fotograf. Als Schirmherr der Arbeitsgemeinschaft Christliche Onlineberatung veröffentlicht er seit 2001 Texte und Lyrik in einem Impulsebereich sowie im Kinderbereich des Internetangebotes. Weitere Infos + Fotogalerien: www.ulrich-schaffer.com
...Schaffer möchte seinen Lesern vermitteln, wie sie lebendiger leben und die Welt um sich herum feiern können. Er lebt in Kanada und kommt einmal im Jahr nach Deutschland um Lesungen zu halten und Kurse zu geben. Das Thema des Abends lautete „ Aufrecht gehen“ und gleich der erste Beitrag - ein Text aus dem „Handbuch für Mutige“ - nahm die Zuhörer in die Pflicht. Er fordert auf, die innere Haltung zu verändern und sich selbstbewusst als Teil Gottes zu betrachten. Weitere Texte trugen die Titel „Du bist ein leidenschaftliches Ereignis“, Weil du einmalig bist“, „ Wie tief glaubst du an deine Würde“ oder „ die 59 Grundrechte der Würde des Menschen“. Für Schaffer hat der Mensch die Fähigkeit und die Freiheit, Sachverhalte und Zustände zu bewerten, aber er darf sich durch sie nicht bestimmen lassen. Die eigene Einschätzung erfordert einen Rückzug in die Einsamkeit, ein Öffnen nach Innen in den so genannten „Heiligen Raum“, wie Schaffer es bezeichnete. „Wenn es um unser Seelenheil geht, können wir keine Kompromisse machen, da ist Entschiedenheit gefordert“ sagte er, und dass bedingt auch, dass man den Mut hat Nein zu sagen, ein befreiendes Wort, wie der Autor findet. Gleichzeitig ist das Nein - sagen für ihn aber auch ein Recht. Denn nur wer sich dessen bewusst ist, dass er ablehnen darf, dass er ein Recht darauf hat, wach zu sein, zu lieben und zu enttäuschen, kann aufrecht durchs Leben gehen. Im Gegensatz dazu steht, wie Schaffer aufzeigte, die Unzufriedenheit, die aus einer Fremdbestimmung resultiert und oft Ausdruck der Verwöhnung unserer Gesellschaft ist. In vielen Gedanken des Autors, gelesen oder auch frei vorgetragen, konnten sich die Zuhörer wieder finden. Das zeigte auch die anschließende Diskussion und das Interesse an den ausgelegten Bild -und Textbänden sowie Postern, die Schaffer mit sehr individuellen Widmungen signierte... Pastor Peter Scheffler-Kroeker, der den besonderen Künstler schon zu Beginn mit persönlichen Worten begrüßt hat, überreicht am Ende ein Gemeindegeschenk als Dankeschön. Und er bringt die Bereicherung wie auch die Horizonterweiterung zum Ausdruck, die nicht nur er schon in vielfältiger Weise durch seine Bücher erleben konnte.
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