Die Evangelische Freikirche Möckmühl (Mennonitengemeinde)Ihre Entstehung und Entwicklung
Mitte des 19. Jahrhunderts fanden Mennoniten aus dem Kraichgau in der Nähe von Adelsheim und Buchen eine neue landwirtschaftliche Existenz. Sie gründeten in Adelsheim eine Mennonitengemeinde. Da einige Landwirte mit ihren Familien auch in und um Möckmühl Höfe gefunden hatten, begannen sie 1914 im Gemeindehaus der Baptistengemeinde in Möckmühl Gottesdienste abzuhalten. Diese zwei freien Möckmühler Gemeinden wechselten sich mit der Gottesdienstgestaltung ab, sodass jeden Sonntag ein Gottesdienst stattfand. Beide Gemeinden hatten nur wenige Mitglieder; die Mennoniten hatten zu dieser Zeit ungefähr 22 Glieder. Die Adelsheimer Mennonitengemeinde wurde 1979 aufgelöst. Inzwischen war ihre Mitgliederzahl drastisch gefallen. Dieser Tatbestand führte die Gemeinde zum Entschluss, sich in der Möckmühler Mennonitengemeinde eingliedern zu lassen, was dann auch 1979 vollzogen wurde. In den 80er Jahren entschieden sich die beiden freikirchlichen Gemeinden in Möckmühl (Baptisten und Mennoniten), ihre langjährigen gemeinsamen Gottesdienste zu beenden. Beide Gemeinden waren daran interessiert, ihre eigenen regelmäßigen Gottesdienste zu gestalten und ihr eigenes Gemeindeprofil zu leben. Aus dieser Situation heraus entstand die Evangelische Freikirche Möckmühl (Mennonitengemeinde). Zunächst trafen sich die Gemeindeglieder in einem Schulhaus. Später entschieden sie sich, ein Gemeindehaus im Waagerner Tal zu bauen, dass 1988 bezugsfertig wurde.
Ende der 80er Jahre bekam unsere Gemeinde Zuwachs durch die Neubürger aus der ehemaligen UdSSR. Durch ihre Umsiedlung nach Möckmühl bekam unsere Gemeinde einen beachtenswerten Wachstumsschub in den 90er Jahren. Wir sind dankbar, dass diese russlanddeutschen Neubürger sich in unserer Gemeinde integrieren wollten und unser Gemeindeleben durch ihr Dasein bereichern. Wir verstehen unsere Gemeinde als Familie Gottes. Ganz unterschiedliche konfessionelle und kulturelle Prägungen finden sich in unserer Gemeinde wieder. Die Vielfalt der Begabungen und Bedürfnisse, die auch in jeder Familie vorhanden sind, versuchen wir zu pflegen und Lebensräume zu öffnen. Darum streben wir es an, eine offene Gemeinde zu sein und zu bleiben. |
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