Evangelische Freikirche Möckmühl (Mennonitengemeinde)

Rückblick  „Ökumenischer Abend für Frauen“ - eine 25-jährige Arbeit geht zu Ende...

 

Abende_fuer_Frauen_aller_Konfessionen_1Abende_fuer_Frauen_aller_Konfessionen_2Abende_fuer_Frauen_aller_Konfessionen_3

Zum Ökumenischen Abend im Herbst war Frau Irmgard Mack eingeladen – mit dem Thema „Warum lässt Gott das zu?“

Die Klinikseelsorgerin aus Neuenstadt nahm die Zuhörenden in ihren Alltag mit hinein und gab insbesondere im persönlichen Bereich praxisnahe Erfahrungen weiter: Sie betonte, wie hilfreich es sei, verständnisvoll zuzuhören und den Schmerz mitzutragen. Die „Warum- Frage“ suche dabei weniger eine Antwort, sondern eine Bestätigung, dass hier für den Betroffenen etwas Unbegreifliches passiert ist. Liebevolle Nähe sei sehr wichtig.

Die Warum- Frage gelte eigentlich dem, der hinter dem Seelsorger steht, also Gott. Wir dürfen vor ihm unsere Not herausschreien, so wie es viele Psalmschreiber praktizierten. Die Geschichte von Hiob zeigt, wie er unendlich leidet und Gott ohne Hemmungen anklagt. Dies will ermutigen, mit unserem Schöpfer im Kontakt zu bleiben – in dem Glauben, dass kein Gebet verloren geht. Auch wenn Fragen offen bleiben, so wird er doch auf wundersame Weise antworten, oft ganz anders als erwartet.

"Von Gott zu Gott fliehen" - so fasse Martin Luther die Rätselhaftigkeit Gottes zusammen: Den „verborgenen Gott“ verstehen wir oft nicht, aber wir können zu dem „sich offenbarenden Gott“ fliehen, der in seinem Sohn sichtbar wird. Jesus hat die tiefsten Tiefen unseres menschlichen Daseins durchlebt, und er hat ebenso die „Warum- Frage“ gestellt. Durch seine Auferstehung müssen wir nicht mehr an unserer Not verzweifeln, sondern dürfen hautnah erfahren, wie er uns auffängt...

Im zweiten Teil des Abends leitete Frau Cordula Dürr zur Besonderheit dieser Veranstaltung über –  heute sei nun der letzte „Ökumenische Abend der Begegnung für Frauen aller Konfessionen“. Frau Annerose Kaluza, Mitbegründerin dieser Arbeit, gab anschließend einen Rückblick über die vergangenen 25 Jahre:

„1985 übernahm ich die Leitung des Vorbereitungsteams für den jährlich statt-findenden Weltgebetstag. In dieser Zeit wurden wir vom damaligen evangelischen Pfarrer Klumpp angefragt, über die damals einzige ökumenische Veranstaltung hinaus, eine überkonfessionelle Frauenarbeit in Möckmühl aufzubauen. So begann jenes Projekt in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche, der Katholischen Kirche und der Evangelischen Freikirche Möckmühl (Mennonitengemeinde)...“ Diese besonderen Abende für Frauen fanden einen großen Zuhörerkreis.

Es wurde das Konzept entwickelt, passend zum Thema der Referenten Musik, Dekorationen und das Kulinarische aufeinander abzustimmen. Innerhalb der letzten 25 Jahre hatten sich viele Frauen in den verschiedenen Aufgabenbereichen mit eingebracht – es war stets ein sehr gutes und sich ergänzendes Miteinander.

An über 70 Abenden gab es interessante Vorträge, Horizont erweiternden  Austausch und bereichernde persönliche Begegnungen.

„Alles hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde:
geboren werden hat seine Zeit - sterben hat seine Zeit; bauen hat seine Zeit - abbrechen hat seine Zeit...“

Mit diesen Worten aus Prediger 3, 1 leitete Frau Kaluza zu der Tatsache über, dass jetzt die Zeit gekommen sei, die „Ökumenischen Abende für Frauen“ zu beenden - aufgrund der sinkenden Zahl von Mitarbeitenden und Besucherinnen.
„Aber es ist auch an der Zeit, ein ganz großes Dankeschön auszusprechen an die Frauen, die sich zeitweilig oder die ganzen Jahre hindurch mit ihren vielfältigen Gaben eingesetzt haben!

Und natürlich ebenso ein herzliches Danke an alle, die mit ihrem Besuch diese Abende unterstützt haben." In Vertretung der Kirchen überreichten Pfr. Annette Rüb und Kirchengemeinderätin Gertrud Mann den einzelnen Mitarbeiterinnen eine rote Rose.

Und wie sieht die Zukunft aus?

Die Gestaltung des Weltgebetstages in Möckmühl wird auf jeden Fall auch in den nächsten Jahren weitergehen. Sehr erfreulich ist, dass sich die Ökumene im Ort weiter fortgepflanzt hat: So feiern wir u.a. gemeinsame ökumenische Gottesdienste an Ostern, beim Stadtfest, bei den Freilichtspielen und am Volkstrauertag. Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch gibt es bei der jährlichen ökumenischen Bibelwoche im Januar.

Lasst uns diesen wertvollen Schatz bewahren, unseren Dank an unseren gemeinsamen Gott schicken und getrost und zuversichtlich in die Zukunft gehen...!

 

Mini-Kalender

loader

Nächster Termin

you have javascript disabled

Nächste Termine

10.02.2012 19:30 - 21:30
Jugendgruppe

12.02.2012 10:00 - 11:00
Gottesdienst – ökumenischer Kanzeltausch

15.02.2012 14:30 - 15:30
Bibelstunde im Gemeindehaus

15.02.2012 20:00 - 21:30
Gespräch zu den Worten Jesu

18.02.2012 10:00 - 16:00
GlaubensGrundKurs

Besucherzähler

Sie sind unser

kostenlose counter

Besucher

Copyright © 2012 Evangelische Freikirche Möckmühl (Mennonitengemeinde). Alle Rechte vorbehalten.